DER  SPICKER
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Vor – Zurück – zur Seite – RanVeröffentlicht am 16.07.2014 in Freizeit

Ein Sahnestück des politischen Kabaretts

 

„Charmant geblödelter Scharfsinn“ ist doch mal ein Untertitel für ein Programm, der neugierig macht

und es bot sich kurzfristig die Möglichkeit, als Presse in eine Voraufführung des Programms zu kommen!

Genial, mal sehen ob es so gut wird, wie es klingt. Zusammen mit einem Team des Meissen Fernsehen tvM (welches übrigens ab dem kommenden Schuljahr eine Film­AG an unserer Schule anbietet) fuhren 

wir nach Dresden in die Herkuleskeule.

Dort trafen wir die Intendantin der Veranstaltung, die uns auch ganz lieb begrüßte und uns zunächst einmal erklärte, wie sehr sie sich freue, Nachwuchsjournalisten auf diese Weise unterstützen zu können.

Absolut genial war, dass sie uns auch die Möglichkeit gab, mit zwei der Protagonisten des Abends ein Interview zu führen.

Auf jeden Fall habe ich selten zwei so „natürlich alberne“ Menschen erlebt, die filmischen Teile der Zusammenarbeit mit dem Fernsehen könnt ihr hier (http://www.meissen-fernsehen.de/nachrichten/Der_Spicker-5613.html) sehen.

Doch wie war der Abend neben der journalistischen Arbeit?

Also das Programm, von dem Ihr natürlich wissen wollt, wie es war und ob sich ein Besuch lohnt ;)

Es war einsame klasse.

 

 

Schon die Eröffnung des Abends:

Das Bühnenbild zeigte 3 große rote Stühle für 4 Akteure und links neben der Bühne sorgte eine Band für musische Begleitung. Denn wir haben hier nicht „nur“ gesprochenes Kabarett, nein, zwischendrin wird immer wieder gesungen.

Klar, das kommt dem durchschnittlichen Kabarettfan unter Umständen seltsam vor, doch hier hat es absolut gepasst.

Erster Aufhänger war – wie zu erwarten – der eine Stuhl zu wenig. Das wurde zu einer Art „Reise nach Jerusalem“ umfunktioniert was damit eine schöne Brücke zu dem aktuell herrschenden Konflikt im Gazastreifen schlug.

Es wurden Themen satirisch­kritisch beleuchtet, welche wir gern meiden:

Manipulation der Presse, „Denkfabriken“­ Ein Zusammenschluss von Superreichen, welche über die Medien die Welt steuern, Flüchtlinge vor Lampedusa und Kriege.

Doch auch Mobbing im Job und die wahnwitzige Schnelllebigkeit unserer Welt wurden kritisch angegangen.

Aber alles auf eine Art und in einer Atmosphäre, dass mir noch eine Woche danach die Bauch- und Lachmuskeln wehtaten.

Dieses Stück ist eine absolute Bereicherung und reißt einem auf freundliche Art und Weise die Augen auf bei Problemen, vor denen wir sie sonst geflissentlich zusammenkneifen.

Bildquelle: https://www.flickr.com/photos/herkuleskeule

Meine Empfehlung:

Geht hin, schaut es euch an, lacht euch kaputt und seht, dass Kritik auch Spaß machen kann, so ernst sie auch ist.

Übrigens könnt ihr auch in der Herkuleskeule essen, oder in einem netten asiatischen Restaurant im Erdgeschoss.

Tobias

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